Marokko: Interview mit Meike von Levje

Viele tolle Menschen reisen regelmäßig sehr gerne nach Marokko. Die liebe Meike gehört auch dazu und ich bin sehr glücklich, sie heute auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. 
Auf ihrem Blog Levje präsentiert sie ihre Nähkünste, erzählt von ihrer Yoga-Leidenschaft und ihren Reisen nach Marokko. Hier, hier oder auch hier kannst du dir ihre Reiseabenteuer anschauen. 
Jetzt soll euch Meike aber lieber selbst mal was erzählen!
 

Hallo liebe Levje! Schön, dass ich dich auf meinem Blog begrüßen darf! Bevor es richtig losgeht, stell dich meinen Lesern und Leserinnen doch bitte kurz vor.


Hallo liebe Katie! Vielen Dank, dass ich hier etwas über unsere Reiseerfahrungen in Marokko berichten darf.
Im wahren Leben heiße ich natürlich nicht Levje, sondern Meike. Ich lebe mit meinem Mann im schönen Koblenz.
Beruflich habe ich den ganzen Tag mit Zahlen zu tun. Um nach getaner Arbeit den Kopf frei zu bekommen, praktiziere ich Yoga oder sitze hinter meiner Nähemaschine und nähe für andere Yoginis schönes, buntes Yogazubehör.

Wir haben uns im Juni über unsere Urlaubsbilder bei instagram kennengelernt. Du bist ebenfalls ein begeisterter Marokko-Fan! Was verbindet dich mit Marokko und warum führt dich dein Urlaub immer wieder dorthin zurück?


2011 waren wir das erste Mal in Marokko und haben uns sofort in die Vielfalt dieses Landes verliebt.
Marokko hat unwahrscheinlich viel zu bieten, von wunderschönen Stränden bis hin zum beeindruckenden Atlas-Gebirge.
 Jede Region ist anders und das macht den Reiz des Landes aus. Die Marokkaner sind alle sehr genügsam und zufrieden mit dem was sie haben und strahlen eine innere Ruhe aus, die sich direkt auf mich überträgt.
Da wir mittlerweile in Al Hoceima, eine Stadt im Norden, schon einen größeren Freundeskreis haben, fliegen wir meist einmal im Jahr zu Besuch dorthin und reisen von Al Hoceima aus weiter durchs Land.


Durch deine Reise hast du schon viel von Marokko gesehen. Welche Gegenden würdest du meinen LeserInnen als deine persönlichen Geheimtips empfehlen und warum?


Ein Highlight war für uns Marrakesch. Die Atmosphäre auf dem Djemaa el-Fna muss man einfach erleben und die vielen unterschiedlichen Gerüche eingeatmet haben. Die vielen bunten Sachen in der Medina und das leckere Essen sind unbezahlbar. Wer es gerne etwas kleiner und ruhiger mag, dem würden wir die blaue Stadt Chefchaouen empfehlen. Auf meinem Blog habe ich hier darüber berichtet.


Die marokkanische Küche bietet einiges an kulinarischen Köstlichkeiten. Was sind deine persönlichen Lieblingsgeriche?


Zu unseren Lieblingsgerichten gehören ganz klar alle Tajine-Gerichte. Lamm-Tajine mit Pflaumen und Rosinen ist immer das allererste was ich in Marokko esse. Mein Mann fängt lieber mit frischen Sardinen an. Toll und sehr lecker ist das Essen an den kleinen Ständen, an welchen ihr Sandwiches oder ein halbes Baguette, gefüllt mit Ei, Zwieblen und Fleisch vom Spieß, kaufen könnt. Schaut immer, wo die Einheimischen essen und ihr könnt eigentlich nichts falsch machen. Sehr zu empfehlen sind auch die ganzen Leckereien die ihr in den Bäckereien kaufen könnt. Aber Vorsicht, diese sind nicht immer süß gefüllt, sondern auch mal mit Fisch, Huhn oder Kefta.


Was war bisher das spannenste Erlebnis während deiner Reisen nach Marokko?


Das spannenste Erlebnis hatten wir 2014. Mein Mann und zwei Freunde von uns haben eine viertägige Tour in die Wüste gebucht. Zu der Zeit war gerade Aid el Kebir (Opferfest) in Marokko. Unser Fahrer Ali hat uns gefragt, ob wir Lust hätten mal zu sehen, wie dieses Fest traditionell gefeiert wird.

Ehe ich mich versah, saß ich in einem Raum voller Kinder und allen weiblichen Verwandten seiner Familie. Ich wurde direkt königlich mit Tee, frischem Saft, selbstgebackenen Plätzchen und frischem Obst versorgt. Meinem Mann und unseren Freunden ging es bei den Herren der Familie ähnlich. Ihr Glück war, dass unser Guide als Übersetzer fungierte, während ich mich mit Händen und Füßen verständigen musste.

Nach diesem Zwischenstopp sind wir weiter Richtung Wüste gefahren, um dort auf Kamele umzusteigen. Wir haben einen wunderschönen Abend und eine spannende Nacht in einem Beduinenzelt in der Wüste verbracht. Diese unbeschreibliche Stille, der klare Nachthimmel mit den unzähligen Sternen und der Sonnenaufgang sind einfach unbeschreiblich schön gewesen. Diese Tour kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.


Hast du dich auch schon mal selbst an der marokkanischen Küche probiert? Welche Ratschläge würdest du jemandem geben, für den die marokkanischen Speisen absolut neu sind?


Wir haben uns aus dem ersten Urlaub zwei kleine Tajine, Olivenöl, Arganöl und jede Menge tolle Gewürze mit nach Hause gebracht. Bei uns gibt es öfter Tajine. Das Befüllen geht ganz schnell und man kann alles an Gemüse rein schneiden was man gerade da hat.
Wer gerne die marokkanische Küche ausprobieren möchte, dem würde ich ein Tajine-Gericht empfehlen. Seit mutig, besorgt euch typisch marokkanische Gewürze wie Ras-el-Hanout und Kreuzkümmel  und probiert Koriander aus. Versucht je nach Fleischsorte die ihr bevorzugt, auch die Kombination mit Obst aus. Couscous ist auch sehr typisch für Marokko. Er kann mit Gemüse gegessen, als Füllung für das Hähnchen benutzt oder auch süß angerichtet werden, z.B. mit Zimt und Pistazien.




Was würdest du sagen, macht das besondere in der marokkanischen Küche aus und was können wir in Deutschland vielleicht von der marokkanischen Art zu kochen lernen?


Mir gefällt besonders gut, dass die ganze Familie am Tisch sitzt und aus einer Tajine isst. Man geniesst das gute Essen und das beisammen sitzen. Von meiner marokkanischen Freundin habe ich gelernt, dass gar nicht so viel Aufwand nötig ist, es sind die einfachen Gerichte, die besonders lecker sind.
Es sind eher die unzähligen Variationen, z.B. die fruchtig-herzhafte Kombination wie Lamm mit Quitten/ Pflaumen oder Hähnchen mit Aprikosen, welche die Gerichte so besonders machen.


Liebe Meike, vielen herzlichen Dank für das tolle Interview! Es hat großen Spaß gemacht und auch ich habe viele neue Dinge erfahren und gelernt! Jetzt habe ich besonders große Lust, mal wieder einen leckeren Tajine zu kochen :). Wenn ihr jetzt auch mal ein Tajine-Gericht ausprobieren möchtet, hier habe ich ein tolles Rezept für euch!

Liebste Grüße 
Eure Katie

Kinderschokoladenmuffins

Heute habe ich ein Rezept für euch, das besonders Kinderherzen höher schlagen lässt. Aber nicht nur Kinder sind entzückt von der Mischung aus fluffigem Teig und zarter Schokolade. Auch der ein oder andere Erwachsene hat sein Herz schon an die Kinderschokoladenmuffins verloren.




Zutaten für 15 Muffins

250 ml Buttermilch
150 g Butter
2 Eier
80 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
300 g Mehl
1 Pck. Backpulver
12 Kinder Schokobons
2 Pck. Kinderschokolade



Zubereitung

Damit die Butter weich genug zum Backen ist, nimmst du sie etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank.

Bevor du beginnst heizt du den Backofen auf 170 Grad vor und legst die Muffinform mit Papierförmchen aus.Nun hackst du die Kinderschokolade in kleine Stücke.

Dann rührst du die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Die Eier rührst du einzeln unter. Anschließend gibst du das Mehl mit dem Backpulver abwechselnd mit der Buttermilch zur Butter-Zucker-Mischung und verrührst alles zu einem glatten Teig.

Du füllst die Hälfte der Muffinform mit Teig, drückst dann einen Schokobon hinein und damit dieser bedeckt ist, gibst du noch etwas Teig in die Form.

Die Muffins müssen für etwa 20 - 25 Minuten bei 170 Grad gebacken werden.
Danach lässt du sie gut auskühlen und kannst sie anschließend mit Puderzucker oder weißer Schokolade verziehren.




Falls du jetzt richtig Lust auf Muffins bekommen hast, hier und hier habe ich auch noch leckere Rezept für dich! Welche Muffins ißt du am Liebsten?

Liebste Grüße
Deine Katie