Tajine Marocaine

Ach, das Wetter ist so traumhaft. Endlich scheint die Sonne, es ist warm und man kann die dicke Winterjacke in die hinterste Ecke des Kleiderschrankes verbannen! Macht euch das auch so glücklich?

Sicherlich könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich mal erzählt habe, dass mein Mann Marokkaner ist. Das tolle an einer multikulturellen Ehe: Die vielen neuen Aspekte, Erfahrungen und Blickwinkel die jeder mitbringt. Das ist fast ein bisschen wie Magie. Neben allen Dinge, die ich an der Kultur und dem Land meines Mannes schätzen und lieben gelernt habe, liebe ich aber vor allem die marokkanische Küche! Wovon ich überhaupt nicht die Finger lassen kann? Couscous! Aber auch die Süßigkeiten, Salate und Tajines sind nicht ohne. Heute habe ich ein Rezept für euch, dass ich persönlich sehr lecker finde. Leider ist es (wahrscheinlich) kein Rezept aus der marokkanischen Hausfrauentrickkiste. Aber es kommt dem schon nahe und ist sehr lecker. Auf marokkanische Art wird es im Tajine zubereitet. Mit Tajine ist hier der traditionelle Kochtopf der Nomaden gemeint, der aus Lehmerde hergestellt wird. Tajine bezeichnet aber auch ganz allgemein ein in Marokko weit verbreitetes Eintopfgericht in verschiedenster Variation. Wer keinen Tajine hat, jetzt bloß nicht enttäuscht sein. Das Gericht kann man auch wunderbar in einer großen Pfanne mit Deckel zubereiten. Gar kein Problem.


Das Kochbuch habe ich in London, in der kleinen Buchhandlung "BOOKS FOR COOKS" in Notthing Hill gekauft. Es handelt sich dabei um eine Serie der Austtralian Woman´s Weekly. Weiß jetzt nicht, ob man so etwas auch über das Internet beziehen kann. Wer sich für marokkanische Küche und Tajine interessiert, dem könnte auch dieses Kochbuch gefallen.




Zutaten (für 4 Personen)
500 g Hackfleisch (bei uns gibt es immer Rinder- oder Lammhackfleisch)
1 zerdrückte Knoblauchzehe
1 Tasse fein gehackte frische Minze
2 EL fein gehackte frischer Koriander
1 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlener Koriander
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Chilipulver
1 EL Olivenöl
1 mittlere, braune Zwiebel (150 g), fein gehackt
4 große Tomaten (880 g), grob gehackt
1 Prise Safranfäden
4 Eier
1/2 Tasse locker gepackte frische Korianderblätter

Zubereitung
1. Vermische Hackfleisch, Knoblauch, Minze, Koriander, Zimt, gemahlenen Koriander und die Hälfte der Chili in einer großen Schüssel. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung mit gestrichenen Esslöffeln zu Kugeln formen.
2. Erhitze das Öl in einem Tajine oder einer großen Pfanne. Die Hackfleischbällchen braten bis sie braun sind, dann aus dem Tajine oder der Pfanne entfernen.
3. Zwiebel im Tajine oder der Pfanne erhitzen, bis sie weich ist. Füge die Tomaten, den Safran und den übrigen Kreuzkümmel und das übrige Chili hinzu. Das Ganze zum Kochen bringen. Zugedeckt etwa 15 Minuten oder bis  die Tomaten weich sind, kochen lassen.
4. Hackfleischbällchen in den Tajine oder die Pfanne dazugeben und etwa 10 Minuten ohne Deckel kochen lassen (bis die Feischbällchen durch sind und die Soße angedickt ist). Abschmecken.
5. Vorsichtig die Eier in den Tajine oder Pfanne auf das Hackfleischbällchen Tomaten Gericht schlagen. Alles weitere 5 Minuten zugedeckt köcheln lassen (oder bis die Eier durch sind). Bestreue das Essen mit frischen Korianderblättern. Dazu schmeckt knuspriges Brot.




Traditionell wird mit allen gemeinsam aus einem Tajine gegessen. Das Brot dient sozusagen als "Messer und Gabel", den damit wird das Gericht gegessen und die Soße aufgesaugt. Das war am Anfang sehr ungewöhnlich für mich, jetzt mache ich nichts lieber als mit Brot zu essen. Es gibt dabei eine Technik, die ich aber noch nicht wirklich verstanden habe und manchmal noch auf Messer und Gabel zurück greifen muss, vor allem wenn die ganze Familie aus dem Tajine isst (man will ja nichts falsch machen).


Jetzt wünsche ich euch guten Appetit und vielleicht habt ihr Lust bekommen, dass Gericht mal nach zu kochen!

Liebste Grüße
Eure Katie


1 Kommentar

  1. Diese Töpfe habe ich auch schon ganz oft gesehen, aber immer befürchtet sie würden bei uns in der Küche sowieso einstauben. Am Ende des Tages bin ich dann doch immer sehr unkreativ und koche immer dasselbe...oder esse tausende von Keksen(hihi. Blogs wie deinen finde ich aber genau deshalb so toll, weil man mit einer tollen Idee infiziert wird und dann doch mal was anderes macht. Vielen Dank also! LG

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