Hausgemachte Kreppel + Winterimpressionen

Am Wochenende waren wir im Odenwald und sind sozusagen vor Fastnacht geflüchtet. Dafür sind wir im Schneechaos gelandet. Weiße Winterlandschaft wohin das Auge blickte! Nachdem es dann auch mal aufgehört hatte zu schneien, wir uns von einer aufregenden Rutschpartie mit dem Auto erholt hatten und am nächsten Tag die Sonne schien, war es auch wirklich traumhaft. Und zu unserem großen Glück backte meine Oma anlässlich der Fastnachtszeit ihre leckeren und einzigartigen Kreppel. Sie sind zwar nicht rund, auch nicht gefüllt und sehen eher aus wie viereckige Donuts, aber bei uns gibt es sie immer an Fastnacht unter dem Namen Kreppel und ich liebe sie! Sooo lecker! Deshalb habe ich das Familienrezept mitgebracht und für euch aufgeschrieben. In diesem Sinne: Helau!






Zubereitung

1. Für leckere Kreppel braucht man einen super Hefeteig. Da das mit mir und dem Hefeteig bisher immer ein bisschen schwierig läuft, bin ich froh, dass ich eine Hefeteigflüsterin in der Familie habe: Meine Oma! Nachdem ich jetzt in die Lehre gegangen bin, klappt es hoffentlich auch bei meinem nächsten Hefeteig!

2. Für den perfekten Hefeteig füllt ihr erst mal 750 g Mehl in eine Schüssel und formt eine Kuhle. Bevor ihr damit startet die Zutaten zu vermischen, erhitzt ihr die Milch lauwarm (lauwarm ist hier ein wirklich wichtiges Stichwort, denn bei zu heißer Milch sterben die Hefepilze!). In eine kleinere Schüssel gebt ihr 2 TL Zucker und zerbröselt dann dorthinein die Hefewürfel. 2 TL lauwarme Milch hinzugeben und alles zu einer homogenen Maße verarbeiten. Die Hefemasse dann an einen warmen Ort stellen und gehen lassen.

3. Währenddessen Zucker, Öl, Salz und Eier in die Mehlkuhle geben und mit den Knethaken gut verrühren. Lauwarme Milch nach und nach hinzugeben, bis ein geschmeidiger Rührteig entstanden ist. 

4. Hefemasse (die hoffentlich aufgegangen ist!) unter den Teig kneten und restliches Mehl nach und nach unterrühren. Wenn der Teig an den Händen kleben bleibt, ruhig noch etwas Mehl hinzufügen. 

5. Wer sich schon mal an Hefeteig versucht hat, weiß: Jetzt ist warten angesagt, weil der Hefeteig muss "gehen". Die meisten Menschen machen sich an diesem Punkt auch gar keine Gedanken, stellen den Hefeteig an ein warmes Plätzchen, legen ein Geschirrhandtuch drauf und warten 45 Minuten, bis er fast über den Schüsselrand läuft - leider gehöre ich nicht zu diesen glücklichen Menschen. Bei mir fängt an diesem Punkt das Zittern an - geht er, oder geht er nicht, das ist hier die Frage! Aber auch wenn der Teig nicht geht, kein Problem! Wie sagt meine Oma immer so schön: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!" Also, einfach nochmal versuchen - oder meine Variante: Hefeflüsterer backen lassen! Meine Oma hat mir aber versichert, dass diese Art Hefeteig zu backen total gut funktioniert, auch bei so Amateuren wie mir! 

6. Wenn der Hefeteig ist gegangen ist und fast über den Schüsselrand quilt, wird er nochmal gut durchgeknetet und schon gleichmäßig ausgerollt. Dann werden aus länglichen Streifen kleine Quadrate ausgeschnitten, in deren Mitte man nochmal einen kleinen Schnitt setzt. Warum? Dann sehen die Kreppel nicht nur total einzigartig aus, sondern werden in der Mitte auch absolut gut durch. 

7. Zwei Flaschen (etwa 1,5 L) Öl erhitzen und vorsichtig die Kreppel hineingeben. Wenn sie schön goldbraun sind, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

 










Das Öl kann übrigens ganz einfach bei örtlichen Entsorgungsbetrieben oder sogenannten Schadstoffmobilen abgegeben werden. Dann hoffe ich, ihr hattet einen närrischen Rosenmontag! Habt noch eine schöne, restliche Fastnachtszeit und genießt die leckeren Kreppel! 

Liebste Grüße 
Eure Katie

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