Marokkanisches Naschwerk: Anisbiskuits

Bei uns gab es am Wochenende dieses leckere, marokkanische Naschwerk: Anisbiskuits.
Als ich das erste Mal im Kochbuch auf dieses Rezept stieß, war ich ziemlich verwirrt. Anis kannte ich bis dahin nur in Form von Bonbons vom Weihnachtsmarkt. Und in meiner Erinnerung war der Geschmack der Bonbon zwar gut, aber in einem Gebäck konnte ich mir Anis eigentlich gar nicht vorstellen. Zum Glück habe ich die Leckerei gerade deshalb ausprobiert und konnte meine Geschmacksnerven mit etwas sehr Köstlichem beeindrucken! Und nun möchte ich auch euch davon überzeugen dieses marokkanische Gebäck auszuprobieren!



 Zutaten für 8 Stück

300 ml Milch
1/2 Würfel Hefe (oder 1 Pck. Trockenhefe)
500 g Mehl
100 g Zucker
40 g Anissamen (ungemahlen)
70 g Sesam
1 Msp. Salz
2 EL Butter
40 ml Orangenblütenwasser
1 Eigelb



Zubereitung

Wenn das Rezept mit Frischhefe gemacht wird, die Milch leicht erwärmen (ca. 30 - 35 Grad) und die Hefe hineinbröckeln. Unter Rühren auflösen und ca. 10 Minuten ruhen lassen.  

Butter bei niedriger Temperatur schmelzen und zum Abkühlen zur Seite stellen. 

Das Mehl in eine Schüssel sieben und Zucker, Anissamen, Salz und die Hälfte des Sesams untermischen. Falls du Trockenhefe verwendest, wird diese ebenfalls zu den Zutaten hinzugefügt. 

In die Mitte der Mehlmischung eine Mulde drücken, die angerührte Hefe, Orangenblütenwasser und Butter hinzufügen. Falls du mit Trockenhefe arbeitest, wird hier nur die lauwarme Milch, das Orangenblütenwasser und die geschmolzene Butter hinzugefügt. 

Alle Zutaten werden lange durchgeknetet (am Besten mit den Händen), bis ein elastischer Teig entsteht. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. warme Herdplatte, Heizung, Backofen) mind. 3 Std. gehen lassen. 

Nach mind. 3 Std. den Teig nochmal gut durchkneten. Dann wird der Teig in 8 etwa gleichgroße Stücke geteilt. Diese zu Kugeln formen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf 1 cm flach drücken. Die Kugeln dann mit einem Küchentuch bedecken und nochmal 30 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen (Umluft)auf 190 Grad vorheizen und das Eigelb verquirlen. 

Nach 30 Minuten wird der Teig mit einer Gabel mehrmals eingestochen, die Oberfläche mit Ei bestrichen und mit dem restlichen Sesam bestreut. 

Die Biskuits werden etwa 25 Minuten auf mittlerster Schiene goldbraun gebacken. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.



Wenn sich der treue Leser jetzt schon wundert, dass ich mich hier tatsächlich mal an ein Hefeteigrezept gewagt habe, wo es mit mir und dem Hefeteig doch eigentlich nie wirklich klappen wollte und unsere Beziehung eigentlich kaum noch zu retten war - siehe hier - dem kann ich überglücklich verraten, über Nacht bin ich zur Hefeteigqueen geworden. Ganz plötzlich und ohne Hilfsmittel oder Backkurs macht mein Hefeteig plötzlich genau das was er soll, nämlich aufgehen! Woran´s liegt? Vermutlich war ich einfach immer zu ungeduldig und habe dem lieben Hefeteig zu wenig Zeit gelassen. Überglücklich, mit großer Begeisterung und viel Geduld widme ich mich nun den Kapiteln in den Backbüchern, die ich normalerweise nicht beachtet habe, den Hefeteigrezepten! 

Glasschälchen: Flohmarkt
Kochbuch: hier

Aber jetzt wünsche ich euch erstmal viel Spaß beim Ausprobieren und bin gespannt, ob ihr genauso positiv überrascht seid wie ich es damals war. Ich genieße diese Leckerei am Liebsten mit Milch.

 Liebste Grüße
Eure Katie




Kommentare

  1. Hast du direkt ein marokkanisches Kochbuch? ich bin ja total süchtig nach verschiedener Länderküche im Moment. Die Fotos sprechen für sich. Ich werd`s mir merken:)

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    1. Hallo Tonia! Freut mich, dass dir das Rezept gefällt. Wenn ich marokkanisch koche benutze ich immer ein Kochbuch von GU: "Marokko: Kochen und verwöhnen mit original Rezepten". Finde das Buch wirklich super, viele brauchbare Rezepte, die so auch tatsächlich in der marokkanischen Küche hergestellt werden (wie mein Mann mir mein Mann immer wieder bestätigt). Die Rezepte sind bisher immer leicht nachzukochen gewesen und sehr lecker. Kann das Buch also wirklich nur empfehlen! :-) Hast du schon internationale Kochbücher? Liebe Grüße Katie

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