Eine Reise nach Fès (Marokko)

Wie im November schon angekündigt, schulde ich euch noch einen Reisebericht von meinem Urlaub in Marokko! Und da gerade jetzt im Januar viele Urlaubspläne geschmiedet werden, beginne ich das Jahr 2014 mit einem Bericht über meine Reise nach Fès. Vielleicht inspirieren euch die Fotos und Erzählungen ja so sehr, dass ihr sofort die Koffer packt und davon fliegt.



Da mein Mann ursprünglich aus Fès stammt und seine Familie auch noch dort lebt, bietet sich für uns ein Urlaub in Fès an. Mit einer sehr bekannten Billigfluglinie kommt man gut und günstig dorthin. Bisher war ich zwei Mal mit meinem Mann in seiner alten Heimatstadt. Klar wohnen wir dann auch bei seiner Familie. Das ist natürlich ein Vorteil, denn so bekommt man das Leben und die Rituale einer einheimischen Familie am Besten mit. Die Marokkaner sind grundsätzlich sehr (gast)freundliche Menschen und ich habe mich zu jeder Zeit und an jedem Ort wohlgefühlt.
In Marokko befindet man sich nun allerdings auf dem Kontinent Afrika und in einem muslimischen Land. Europa und damit viele kulturelle Gebräuche und Traditionen befinden sich somit ziemlich weit weg und das ist eine Umstellung. Das fängt schon bei der Kleidung an und hört bei den Tischsitten nicht auf. Beim ersten Besuch war ich ziemlich unsicher und eigentlich nur damit beschäftigt darüber nachzudenken nichts falsch zu machen und niemanden zu beleidigen. Aber alles halb so schlimm - lässt es sich leicht sagen, wenn man genug Einheimische an seiner Seite hat, die einem den Weg ebnen. Aber wenn man den Einheimischen und ihrer Religion immer mit Respekt begegnet, dürfte es keine Probleme geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Marokkaner sehr gastfreundlich und Fremden gegneüber sehr offen sind.



Man (be)grüßt sich auf arabisch mit Salam aleikum (Friede sei mit dir), Aleikum Salam (Und der Friede mit dir). Und es ist tatsächlich so, dass dies nicht nur eine Begrüßung ist, sondern ein allgemeiner Gruß unter Muslimen, den man an jeden Muslim richten sollte, ob man ihn kennt oder nicht. Dazu gibt es eine lustige Geschichte. Bei meinem ersten Besuch in Fés ging ich mit meinem Mann und seinen Eltern durch die Altstadt (Medina). Mein Mann grüßte viele Menschen mit Salam aleikum. Nach einiger Zeit wunderte ich mich sehr darüber, denn in Deutschland wird in der Regeln nur der gegrüßt, den man kennt. Kannte mein Mann tatsächlich soviele Menschen in dieser riesigen Stadt? Ich fragte natürlich nach. Die Reaktion meines Mannes: Er lachte und erklärte mir, dass Salam aleikum keine Begrüßung im eigentlichen Sinne ist, sondern, dass sich Muslime damit untereinander den Frieden und die Barmherzigkeit Gottes wünschen. Also nicht unbedingt vergleichbar mit unserem simplen Hallo.



Das Essen in Marokko ist köstlich und die marokkanische Küche zählt zu recht zu einer der Besten der Welt. Von Couscous, Tajine, Briouats, Harira, Pastilla oder marokkanischem Brot kann ich eigentlich nicht genug kriegen. Mein Tipp: Unbedingt traditionell marokkanische Küche probieren, wenn man in Marokko ist! Es lohnt sich. Der traditionell marokkanische Minztee ist nicht nur sehr, sehr lecker, sondern auch ein Zeichen der Gastfreundschaft und um den Gastgeber nicht zu beleidigen, sollte man ihn nicht ablehnen.

 


 

Fès ist die drittgrößte Stadt in Marokko und die älteste der vier Königsstädte. Bei der Altstadt von Fès handelt es sich wahrscheinlich um die weltweit größte mittelalterliche Altstadt. Die kleinen engen Gaßen mit vielen Händlern und Geschäften sind wirklich entzückend, aber wenn man nicht aufpasst, kann man sich schnell verlaufen. In der Altstadt ist Handeln angesagt. Hier kann man viele tolle Dinge erstehen, bei einem guten Handel auch zu fairen Preisen. Das fiese ist ja, man wird einfach als Tourist erkannst. Meine alleinige Anwesenheit führte schon dazu, dass meine Schwiegermutter die normalsten Dinge zum überteuerten Touristenpreis angeboten bekam. Aber da heißt es, standhaft bleiben oder zum nächsten Laden ausweichen.


 


Bei unserem Besuch im Oktober 2013 haben wir auch einen Abstecher in die Hauptstadt Rabat gemacht. Dort machten wir halt in einem süßen kleinen Café mit Blick auf´s Meer und tranken Minztee. Dann ging es mit dem Auto an der Küste des Atlantiks entlang weiter, um hier und da mal halt zu machen. Unter anderem haben wir in einem Restaurant direkt am Atlantik Fisch gegessen und an einem kleinen verborgenen Strand die Sonne genossen. Marokko hat einiges zu bieten und wenn man irgendwie die Möglichkeit hat durch das Land zu reisen (z.B. Auto mieten), sollte man das tun.



Wer jetzt Lust bekommt hat, 2014 zu nutzen, um Marokko zu entdecken, der kann hier weitere nützliche Informationen finden. Außerdem kann ich euch dieses Kochbuch empfehlen, worin man neben vielen leckeren Rezepten auch wichtiges Regelwerk für den Aufenthalt in Marokko findet. Wer darüber hinaus noch Fragen hat, kann sich gerne per Mail an mich wenden!

Viel Spaß bei den Reisevorbereitungen 2014 und eine schöne Woche!

Liebste Grüße 
Eure Katie


Kommentare

  1. Das sind wunderbare Bilder :)
    Ich hoffe du machst noch viele Reisen nach Marokko, damit ich noch viel zu bestaunen habe :D Mich würden auch ein paar Alltagsgeschichten aus Marokko interessieren, da du ja keine typische Touristin bist. Hast du deinen Mann dort oder hier kennengelernt?
    LG.

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  2. Danke dir liebe Weltentdeckerin! Ich kann dich beruhigen, Marokko wird vorraussichtlich noch sehr lange eines meiner Reiseziele bleiben und ich berichte liebend gerne auch in Zukunft. Hast du ein bestimmtes Thema das dich bei den Alltagsgeschichten interessieren würde? Meinen Mann habe ich hier in Deutschland kennengelernt, er ist nach Deutschland gekommen, um hier zu studieren. Was ein Glück :-D! Liebe Grüße Katie

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