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Marokko: Rezept für Briouats mit Frischkäse (Briouat Jben)

Heute zeige ich dir wieder eines meiner vielen Lieblingsrezepte aus der marokkanischen Küche. Die kleinen, köstlichen Teigtaschen gibt es mit vielen verschiedenen Füllungen z.B. Lamm, Feigen oder Mandeln. Die süße Briouat-Variante bietet man in Marokko besonders gerne an Festtagen, oder wenn sich besonderer Besuch ankündigt, an. Sehr lecker dazu, natürlich ein Minztee. Diese Briouats sind in Marokko unter dem Namen Briouats Jben bekannt. Der Name bezieht sich auf den verwendeten Frischkäse aus Kuh- oder Ziegemilch (Jben).

Für dich habe ich ein herzhaftes Rezept mit Ziegenfrischkäse rausgesucht, da ich es einerseits natürlich sehr gerne esse und es dir andererseits den Einstieg in die Briouatsherstellung relativ einfach macht. Wenn du Ziegenfrischkäse nicht besonders magst, kannst du diesen natürlich gerne gegen Frischkäse aus Kuhmilch ersetzen.
Den Brikteig bekommst du üblicherweise im Supermarkt für türkische oder marokkanische Produkte. Ersatzweise kannst du auch Yufka- oder Filoteig verwenden, diesen bekommst du in jedem gut sortierten Supermarkt.


 

Zutaten für 6 Stück 

200 g Ziegenfrischkäse
50 g Butter
1/4 TL Thymian
1/4 TL Pfeffer
2 Eier
6 Blätter Brikteig oder
Yufka-/Filoteig (rechteckig)
1 Eigelb
Olivenöl
 


 

Zubereitung

Brikteig

Wenn du zum ersten Mal mit Brikteig arbeitest, sei nicht überrascht. Der Teig ist hauchdünn und sehr zerbrechlich. Daher ist es ratsam, den Teig etwa 5 Minuten vor Verarbeitung aus dem Kühlschrank zu nehmen und anschließend zügig zu verarbeiten. Falls du Teig übrig haben solltest, diesen kannst du auch einfrieren.
 

Füllung

Zu Beginn verrührst den Frischkäse, die Butter und den Thymian in einen Topf und würzt die Masse mit Pfeffer. Dann rührst du die Eier dazu und lässt alles etwa 4 -5 Minuten bei geringer Hitze eindicken. Nimm den Topf anschließend vom Herd und stelle ihn beiseite.

Briouats falten

Um es ein wenig anschaulicher zu machen, habe ich dir eine Fotoanleitung gemacht. Diese findest du unter dem Text.

Ein Blatt Brikteig schneidest du in ca. 8 cm breite Streifen (siehe Bild 1). Dies geht am Besten mit einem Pizzaschneider oder einer Küchenschere.
1 EL der Füllung gibst du dann etwa 3 cm unterhalb des oberen Randes auf den Teig (2).
Jetzt beginnst du damit von rechts nach links ein Dreieck bis zum unteren Teigrand zu falten. Das heißt, du faltest den oberen Teigrand über die Füllung zu einem Dreieck (3), dann faltest du die obere Spitze des Dreiecks nach unten (4) und dann klappst du das entstandene Teigdreieck  nach rechts (5). So gehst du weiter vor, bis du den unteren Teigrand erreicht hast. Den am Ende überstehenden Teig streichst du mit dem zuvor verquirlten Eigelb ein und schlägst ihn um, so dass der Briouat wie ein Briefumschlag verschlossen wird (6).

Nun erhitzt du etwa 2 EL Olivenöl in einer Pfanne und brätst die Briouats von beiden Seiten etwa 4-5 Minuten goldbraun.

Sei nicht frustriert wenn es nicht sofort nach einem Dreieck aussieht, die Briouats schmecken auch quadratisch, rund oder unförmig sehr gut. Meine eigenen Briouats sehen teilweise noch ziemlich krumm und schief aus, dabei habe ich schon einige gefaltet. Bei diesem Arbeitsschritt gilt leider: Übung macht den Meister! :)






Wirst du die Briouats mal ausprobieren? Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wie es geklappt hat und ob dir meine Faltanleitung geholfen hat. Das Rezept für einen dazu passenden Minztee findest du übrigens  hier.

Liebste Grüße
Deine Katie




Marokko: Interview mit Yvonne von somewhereelse

Beim Stöbern im Netz nach neuen Urlaubszielen und Reisetipps, bin ich auf den Blog somewhere else gestoßen – da fand ich viele tolle Bilder und spannende Reiseberichte und war absolut begeistert. Yvonne reist super gerne durch die Welt und zeigt auf ihrem Blog unterschiedlichste Reiseziele. Auch in Marokko war sie schon oft unterwegs. Heute besucht sie mich auf meinem Blog und beantwortet ein paar Fragen.


Hallo liebe Yvonne! Schön, dass ich dich auf meinem Blog begrüßen darf! Bevor es richtig los geht: Stell dich meinen Lesern und Leserinnen doch kurz vor!

Hallo liebe Katie, vielen Dank für die nette Begrüßung! Ich bin Yvonne, Designerin und leidenschaftliche Reisende. Auf meinem Blog SOMEWHERE ELSE http://somewhereelse.de/ schreibe ich über Reisen ans Meer und leckeres Essen rund um die Welt. Geschichten mit Erlebnissen und Abenteuern in der Natur gehören auch dazu.

Du hast schon viele Länder dieser Welt bereist! Gibt es ein Land, das dich am Meisten begeistert und inspiriert hat? Und warum gerade dieses Land?

Das gibt es tatsächlich. Ich liebe die Philippinen ganz besonders. Grundsätzlich finde ich Südostasien toll und die Philippinen haben es mir besonders angetan. Die herzlichen Menschen, das wundervolle Inselparadies, die fantastische Unterwasserwelt und der ein oder andere leckere Kochtopf, die ich entdeckt habe, haben mich sehr beeindruckt.




Auch in Marokko warst du schon unterwegs! Was hat dir dort am Meisten gefallen? Gab es dort auch etwas, was dich persönlich zum Nachdenken gebracht hat?

Marokko ist eine ganz andere Welt, aber auch dieses Land habe ich als sehr schön in Erinnerung behalten. Das Licht, die Farben, die Düfte von Gewürzen, das Meer, der Geschmack des Essens, die Sonnenuntergänge in Taghazout haben mich hier beeindruckt.
Nachdenklich hat mich nach ein paar Tagen die Tatsache gemacht, dass im öffentlichen Leben kaum Frauen eine Rolle zu spielen scheinen. Sie begegneten mir nur selten in den Straßen, verkaufen nicht in den kleinen Läden oder auf dem Markt, arbeiten nicht in den marokkanischen Restaurants. Einzig in unserer Unterkunft, in einer Wäscherei und in ein, zwei westlich orientierten Restaurants hatte ich mal Begegnungen mit einheimischen Frauen. Das fand ich sehr schade. 
Zwei andere Themen, die mich immer wieder zum Nachdenken bringen, sind Straßenhunde und Müll. Wobei es den Hunden zumindest in Taghazout recht gut zu gehen schien. Aber ein Müllproblem gibt es in Marokko definitiv.

Welche Tipps würdest du meinen Lesern/ Leserinnen für eine Reise nach Marokko geben wollen?

Wie für jede andere Reise auch, nimm dir Zeit und reise lieber an weniger Orte, lerne diese dafür besser kennen und lasse dich treiben. Probiere so viel wie möglich von der einheimischen Küche. Der Geschmack wird dir noch lange in Erinnerung bleiben. Gehe auf Märkte, wo das richtige Leben stattfindet. Versuche in den Kontakt mit Einheimischen zu kommen, sie kennenzulernen, mehr über ihr Land zu erfahren.
Ich fand bei meiner Reise die Kombination aus im kleinen Fischerdorf Taghazout http://somewhereelse.de/taghazout-surfen-gluecklich-sein/ am Meer zu wohnen und zu surfen und einen Ausflug nach Marrakesch mit einer Nacht in einem wunderschönen Riad, durch das Atlasgebirge, mit kurzem Abstecher in die Wüste toll http://somewhereelse.de/marokko-trip-gassen-marrakesch-ruecken-kamel/. Ich bin ein großer Meerliebhaber und trotzdem habe ich so noch einen Eindruck von einer großen, marokkanischen Stadt bekommen. Wobei ich den Trip in die Wüste mit nur einer Übernachtung zu kurz fand. Das solltest du unbedingt länger machen.



Auf deinem Blog geht es auch um die kulinarischen Seiten beim Entdecken der Welt. Was können uns landestypische Gerichte über das Land und die Menschen die dort leben verraten?

Für mich ist Essen ein wichtiger kultureller Bestandteil eines jeden Landes. Ein Marktbesuch gibt einen ersten Eindruck, was gerade Saison hat oder welche Gewürze typisch sind für die Küche. Wenn es die Gelegenheit ergibt, versuche ich beim Kochen zuzusehen oder typische Rezepte von Einheimischen zu erhalten. Ich studiere gerne Speisekarten, interessiere mich für die Vielfalt, vergleiche Gerichte. Manchmal esse ich das ein und das selbe Gericht in verschiedenen Restaurants, um so Unterschiede, Feinheiten zu entdecken. Dabei esse ich ebenso gerne in der Garküche an der Straße wie im einfachen Lokal oder im Restaurant mit gehobener Küche. Überall kann es unglaublich toll oder einfach schlecht sein. Auch die Art und Weise wie in einem Land Gerichte serviert und auf dem Teller arrangiert werden, finde ich sehr spannend.
Was die landestypische Küche über die Menschen eines Landes aussagt, ist nicht einfach zu beschreiben. Die Menschen sind überall doch zu unterschiedlich. Auf jeden Fall sind Menschen, die kochen, Obst und Gemüse auf dem Markt verkaufen, eine Garküche oder ein Restaurant betreiben, sehr spannend und ein Gespräch kann viel über die landestypische Küche und die Vorlieben der Menschen verraten.

Welche drei Gerichte würdest du zu deinen Lieblingsgerichten (weltweit) zählen?

Ich liebe vietnamesische Sommerrollen, japanisches Sushi und thailändischen Papayasalat. Das war jetzt sehr spontan und mir würde noch so viel mehr einfallen. Ich habe ja nicht mal ein Dessert genannt. Aber lassen wir es bei den dreien.



Auch die marokkanische Küche hat einiges zu bieten – welche Gerichte haben dir dort besonders gut geschmeckt?

Die Gemüse-Tagine war immer wieder lecker, schmeckt sie doch aus fast jeder Küche anders. Ich mag sehr einfache Gerichte, die dann doch einen sehr fein abgestimmten Geschmack haben. Sehr lecker finde ich auch Zaalouk, eine als Salat bzw. Dip servierte Speise aus gerösteten Auberginen und Tomaten.
Und ich liebe den Avocado-Bananen-Dattel-Smoothie! Der ist so lecker! 
Rezepte dazu gibt es hier: http://somewhereelse.de/marokkanische-gerichte-leckerbissen/




Würdest du nochmal nach Marokko reisen und wenn ja, wo würde es genau hingehen?

Auf jeden Fall! Marokko ist ein tolles Überwinterungsziel. Ich würde sofort wieder nach Taghazout gehen, gerne auch mal in eines der Nachbardörfer wie z.B. Tamraght an der Atlantikküste. Marrakesch fand ich toll und Fès ist bestimmt auch einen Besuch wert, aber ich bin einfach nicht so der Städtefan, zumindest reicht es mir nach ein paar Tagen und dann zieht es mich wieder ans Meer.

Wo geht die Reise für dich als nächstes hin?

Zur Zeit bin ich in Thailand und danach geht es als nächstes nach Ägypten.



Liebe Yvonne, ich danke dir sehr für das tolle Interview und deine ausführlichen Antworten. Ich für meinen Teil bin jetzt ziemlich neugierig und hätte große Lust, mal Südostasien zu bereisen. Bisher bin ich bei meinen Reisen wegen meiner Flugangst noch nicht weiter als Europa gekommen. Aber man soll ja niemals nie sagen - dein Blog ist auf jeden Fall eine große Inspirationsquelle!

Alle Bilder in diesem Beitrag wurden von Yvonne fotografiert und stammen von ihrem Blog somewhereelse.

Liebste Grüße
Eure Katie

Marokko: Interview mit Meike von Levje

Viele tolle Menschen reisen regelmäßig sehr gerne nach Marokko. Die liebe Meike gehört auch dazu und ich bin sehr glücklich, sie heute auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. 
Auf ihrem Blog Levje präsentiert sie ihre Nähkünste, erzählt von ihrer Yoga-Leidenschaft und ihren Reisen nach Marokko. Hier, hier oder auch hier kannst du dir ihre Reiseabenteuer anschauen. 
Jetzt soll euch Meike aber lieber selbst mal was erzählen!
 

Hallo liebe Levje! Schön, dass ich dich auf meinem Blog begrüßen darf! Bevor es richtig losgeht, stell dich meinen Lesern und Leserinnen doch bitte kurz vor.


Hallo liebe Katie! Vielen Dank, dass ich hier etwas über unsere Reiseerfahrungen in Marokko berichten darf.
Im wahren Leben heiße ich natürlich nicht Levje, sondern Meike. Ich lebe mit meinem Mann im schönen Koblenz.
Beruflich habe ich den ganzen Tag mit Zahlen zu tun. Um nach getaner Arbeit den Kopf frei zu bekommen, praktiziere ich Yoga oder sitze hinter meiner Nähemaschine und nähe für andere Yoginis schönes, buntes Yogazubehör.

Wir haben uns im Juni über unsere Urlaubsbilder bei instagram kennengelernt. Du bist ebenfalls ein begeisterter Marokko-Fan! Was verbindet dich mit Marokko und warum führt dich dein Urlaub immer wieder dorthin zurück?


2011 waren wir das erste Mal in Marokko und haben uns sofort in die Vielfalt dieses Landes verliebt.
Marokko hat unwahrscheinlich viel zu bieten, von wunderschönen Stränden bis hin zum beeindruckenden Atlas-Gebirge.
 Jede Region ist anders und das macht den Reiz des Landes aus. Die Marokkaner sind alle sehr genügsam und zufrieden mit dem was sie haben und strahlen eine innere Ruhe aus, die sich direkt auf mich überträgt.
Da wir mittlerweile in Al Hoceima, eine Stadt im Norden, schon einen größeren Freundeskreis haben, fliegen wir meist einmal im Jahr zu Besuch dorthin und reisen von Al Hoceima aus weiter durchs Land.


Durch deine Reise hast du schon viel von Marokko gesehen. Welche Gegenden würdest du meinen LeserInnen als deine persönlichen Geheimtips empfehlen und warum?


Ein Highlight war für uns Marrakesch. Die Atmosphäre auf dem Djemaa el-Fna muss man einfach erleben und die vielen unterschiedlichen Gerüche eingeatmet haben. Die vielen bunten Sachen in der Medina und das leckere Essen sind unbezahlbar. Wer es gerne etwas kleiner und ruhiger mag, dem würden wir die blaue Stadt Chefchaouen empfehlen. Auf meinem Blog habe ich hier darüber berichtet.


Die marokkanische Küche bietet einiges an kulinarischen Köstlichkeiten. Was sind deine persönlichen Lieblingsgeriche?


Zu unseren Lieblingsgerichten gehören ganz klar alle Tajine-Gerichte. Lamm-Tajine mit Pflaumen und Rosinen ist immer das allererste was ich in Marokko esse. Mein Mann fängt lieber mit frischen Sardinen an. Toll und sehr lecker ist das Essen an den kleinen Ständen, an welchen ihr Sandwiches oder ein halbes Baguette, gefüllt mit Ei, Zwieblen und Fleisch vom Spieß, kaufen könnt. Schaut immer, wo die Einheimischen essen und ihr könnt eigentlich nichts falsch machen. Sehr zu empfehlen sind auch die ganzen Leckereien die ihr in den Bäckereien kaufen könnt. Aber Vorsicht, diese sind nicht immer süß gefüllt, sondern auch mal mit Fisch, Huhn oder Kefta.


Was war bisher das spannenste Erlebnis während deiner Reisen nach Marokko?


Das spannenste Erlebnis hatten wir 2014. Mein Mann und zwei Freunde von uns haben eine viertägige Tour in die Wüste gebucht. Zu der Zeit war gerade Aid el Kebir (Opferfest) in Marokko. Unser Fahrer Ali hat uns gefragt, ob wir Lust hätten mal zu sehen, wie dieses Fest traditionell gefeiert wird.

Ehe ich mich versah, saß ich in einem Raum voller Kinder und allen weiblichen Verwandten seiner Familie. Ich wurde direkt königlich mit Tee, frischem Saft, selbstgebackenen Plätzchen und frischem Obst versorgt. Meinem Mann und unseren Freunden ging es bei den Herren der Familie ähnlich. Ihr Glück war, dass unser Guide als Übersetzer fungierte, während ich mich mit Händen und Füßen verständigen musste.

Nach diesem Zwischenstopp sind wir weiter Richtung Wüste gefahren, um dort auf Kamele umzusteigen. Wir haben einen wunderschönen Abend und eine spannende Nacht in einem Beduinenzelt in der Wüste verbracht. Diese unbeschreibliche Stille, der klare Nachthimmel mit den unzähligen Sternen und der Sonnenaufgang sind einfach unbeschreiblich schön gewesen. Diese Tour kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.


Hast du dich auch schon mal selbst an der marokkanischen Küche probiert? Welche Ratschläge würdest du jemandem geben, für den die marokkanischen Speisen absolut neu sind?


Wir haben uns aus dem ersten Urlaub zwei kleine Tajine, Olivenöl, Arganöl und jede Menge tolle Gewürze mit nach Hause gebracht. Bei uns gibt es öfter Tajine. Das Befüllen geht ganz schnell und man kann alles an Gemüse rein schneiden was man gerade da hat.
Wer gerne die marokkanische Küche ausprobieren möchte, dem würde ich ein Tajine-Gericht empfehlen. Seit mutig, besorgt euch typisch marokkanische Gewürze wie Ras-el-Hanout und Kreuzkümmel  und probiert Koriander aus. Versucht je nach Fleischsorte die ihr bevorzugt, auch die Kombination mit Obst aus. Couscous ist auch sehr typisch für Marokko. Er kann mit Gemüse gegessen, als Füllung für das Hähnchen benutzt oder auch süß angerichtet werden, z.B. mit Zimt und Pistazien.




Was würdest du sagen, macht das besondere in der marokkanischen Küche aus und was können wir in Deutschland vielleicht von der marokkanischen Art zu kochen lernen?


Mir gefällt besonders gut, dass die ganze Familie am Tisch sitzt und aus einer Tajine isst. Man geniesst das gute Essen und das beisammen sitzen. Von meiner marokkanischen Freundin habe ich gelernt, dass gar nicht so viel Aufwand nötig ist, es sind die einfachen Gerichte, die besonders lecker sind.
Es sind eher die unzähligen Variationen, z.B. die fruchtig-herzhafte Kombination wie Lamm mit Quitten/ Pflaumen oder Hähnchen mit Aprikosen, welche die Gerichte so besonders machen.


Liebe Meike, vielen herzlichen Dank für das tolle Interview! Es hat großen Spaß gemacht und auch ich habe viele neue Dinge erfahren und gelernt! Jetzt habe ich besonders große Lust, mal wieder einen leckeren Tajine zu kochen :). Wenn ihr jetzt auch mal ein Tajine-Gericht ausprobieren möchtet, hier habe ich ein tolles Rezept für euch!

Liebste Grüße 
Eure Katie

Marokko: 7 Orte, die du gesehen haben musst

Nun bin ich auf meinen Reisen schon ziemlich oft in Marokko gewesen. Und wer mich und meinen Blog schon ein wenig länger kennt, weiß, ich liebe Marokko mit all seinen bunten und verrückten Seiten. Falls auch du vor hast, deinen Urlaub in Marokko zu verbringen, habe ich heute 7 Orte für dich, die du auf deiner Reise nicht verpassen darfst!

7 Orte, die du in Marokko gesehen haben musst


1. Marrakesch

Bunt, laut und wunderbar. Hier zeige ich dir Marrakesch.



2. Fés 

Ganz anders als Marrakesch und doch irgendwie ähnlich. Auf jeden Fall sehr alt, mit einer einzigartigen Altstadt. Hier zeige ich dir Fés.



3. Rabat

Die Hauptstadt. Gehört schon fast zum Pflichtprogramm. Direkt am Meer. Nicht zu vergleichen mit Marrakesch oder Fés, trotzdem ziemlich sehenswert und schön! Mein Tipp: Oudaya´s Café in Rabat.



4. Essouira

Die Stadt am Meer, ganz in weiß. Blaue Türen und Fenster als Markenzeichen. Hier muss man auf jeden Fall Fisch essen! Und den Strand genießen. Mehr braucht man nicht zum glücklich sein.






5. Ouzoud-Wasserfälle

Wunderschöne Landschaft. Traumhafte Wasserfälle. Der Ab- und Aufstieg ist nicht ganz einfach und vielleicht ist es gar nicht verkehrt, wenn man sich einen Guide nimmt. Soviel kosten die auch gar nicht. Mein Mann und ich sind auf eigene Faust los und erstmal ziemlich verwirrt in der Gegend rumspaziert. Schließlich haben wir die Wasserfälle doch noch gefunden. Mein Tipp: Direkt an den Wasserfällen gibt es kleine, versteckte Cafés mit traumhaftem Ausblick! Ruhig mal abseits des Weges nach links und rechts schauen. Es lohnt sich! Außerdem: Schwimmsachen einpacken. Man kann direkt am Wasserfall baden gehen.




6. Wüste

Die Wüste! Auch in Marokko hat man die Möglichkeit sie zu entdecken. Von Marrekesch aus werden viele verschiedene Touren in den Süden angeboten. Wir waren 3 Tage unterwegs. Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Der Ritt auf dem Kamel: unbezahlbar. Die Übernachtung in der Wüste: unvergleichlich.





7. Aït-Ben-Haddou

Auf den Spuren von Games of Thrones oder dem Gladiator spazierten wir durch diese atemberaubende Filmkulisse. Der Besuch lohnt sich. Die Landschaft ist atemberaubend schön und die Kasbah selbst lässt dich erfürchtig inne halten. In der ehemals von Berbern errichtete Lehmstadt, wohnen auch heute noch Menschen in den Lehmhäusern.






Wenn du schon Mal in Marokko warst, würde ich mich über deine Reisetipps sehr freuen!

Liebste Grüße
Eure Katie


Marokko: Teezeremonie

In Marokko trinkt man gerne Tee mit Minze - zum Frühstück, zum Mittagessen, zum Abendessen und auch zu jeder Zeit dazwischen. Gerne auch mit massenhaft viel Zucker versüßt. Auch ich bin mittlerweile ein riesen Fan dieses Getränks geworden und reibe mir schon immer freudig die Hände, wenn mir der Geruch des Tees in die Nase steigt. Nun habe ich den Vorteil, dass mein Mann aus Marokko kommt und ich von meinem Schwiegervater persönlich das Tee kochen beigebracht bekommen habe! Mensch, was bin ich ein Glückskind - jetzt müssen wir nämlich nicht mehr auf den Urlaub in Marokko warten, um Marokkanischen Minztee zu trinken.
Heute möchte ich das Ritual, die Zeremonie oder wie immer du es nennen willst, mit dir teilen und dir damit ein Stückchen Marokko näher bringen.


Marokkanischer Minztee/ Atay b´Nahna

Zutaten

1 Bund frische Minze
2 TL chinesischer, grüner Tee
1 - 1,5 L Wasser

Außerdem: eine silberne, marokkanische Teekanne ohne Füße;
alternativ: einen Topf



Zubereitung

Zuerst musst du die Minze waschen. Danach kontrollierst du, ob schlechte oder verfaulte Blätter dabei sind. Diese entfernst du, da sie dem Tee sonst einen bitteren Geschmack geben. Ansonsten kannst du die Blätter ruhig am Zweig lassen.

Du kochst Wasser im Wasserkocher und gibst ein wenig davon in die Teekanne. Diese schwengst du mit dem heißen Wasser aus und schüttest es weg. Danach stellst du die Teekanne auf ein Kochfeld des Herdes. Gib 2 TL grünen Tee, 5 - 6 Minzzweige und ca. 1 - 1,5 L (heißes) Wasser in die Kanne - das Wasser muss bis fast ganz oben an den Rand gehen. Dann kochst du das ganze kurz auf, wenn es anfängt stark zu blubbern, nimmst du die Teekanne von der Herdplatte - aber vorsichtig, sehr heiß! Topfhandschuhe nicht vergessen!

Der Tee wird nun in die Teegläser gefüllt. Jeder kann sich nach Belieben und Größe der Teegläser Zucker dazu geben. Erfahrungsgemäß reichen für den guten Geschmack 1 - 2 TL.

Je nachdem wie du deinen Tee gerne trinkst, gibst du mehr oder weniger Minze dazu. Der grüne Tee kann sehr bitter schmecken und die Minze verleiht dem Getränk ein wenig Harmonie. Deshalb mein Tipp wenn du dir mit den Mengenverhältnissen unsicher bist: Menge des grünen Tees nicht varieren, lieber mehr Minze dazugeben.



Und wenn du gerne etwas Süßes aus Marokko zum Tee naschen möchtest, dann findest du hier ein Rezept für marokkanisches Mandelgebäck.

Und wie trinkst du deinen Tee am Liebsten?

Liebste Grüße
Deine Katie