Eine Reise in die Toskana ...

... oder wie gestalte ich knapp 24 Std. in Pisa!? Genau soviel Zeit blieb uns nämlich um Pisa und seine Umgebung im Mai zu entdecken. Dann sollte es nämlich schon weiter nach Marokko zu der Hochzeitsfeier meines Schwagers gehen. Die Idee kam von meinem Mann. Ich war wenig begeistert. Weniger als 24 Std. in einer Stadt? Wäre das nicht sinnlos und viel zu stressig? Ich habe meine Zweifel über Bord geworfen und einfach mitgemacht. Was soll ich sagen, es hat sich sowas von gelohnt. Würde ich auf jeden Fall wieder machen! Es war weder sinnlos und schon gar nicht stressig. Es war eine wunderschöne Zeit! Aber fangen wir vorne an:

Wir flogen am 1. Mai los. Der Flug ging etwa um 10 Uhr von Hahn aus. Um ca. 11.30 Uhr waren wir in Pisa. Wenn man schon weniger als 24 Std. zur Erkundung einer Stadt hat, wünscht man sich eigentlich, dass jegliches Chaos von einem fern bleibt. Aber da Wünsche in der Regel eher selten in Erfüllung gehen und schon gar nicht wenn sie wichtig sind, brach das Chaos schon am Flughafen über uns herein.
Mein Mann hatte seine neue Schildkappe im Flugzeug vergessen. Bemerkt haben wir das, als wir gerade den Zollbereich verließen und nicht mehr zurück konnten. Juhuuu! Falls euch das auch mal passieren sollte: Keine Panik, sucht einfach den Schalter für verlorengeganges Gepäck auf. Einen Schalter für "Hut im Flugzeug vergessen" gibt es nämlich nicht. Nach etwa 40 Minuten tauchten gleich zwei Kappen auf, eine davon gehörte meinem Mann. Doppel Juhuu!
Damit war unsere Chaossträhne aber leider noch nicht beendet. Es ging weiter mit der Suche nach einem Bus in die Innenstadt von Pisa. Während ich auf die Kappe wartete, hatte sich mein Mann am Busticketschalter angestellt. Er kam ratlos zurück. Man hatte ihm gesagt, wir sollten ein Taxi nehmen, heute fuhren keine Busse. Hö? Warum das? Vielleicht ein Kommunikationsproblem? Also, erneut in die (sehr lange) Schlange eingereiht, leider selbes Ergebnis: Heute nur Taxi. Na ja, vielleicht war das ja der falsche Schalter, wir gingen ins Informationsbüro. Dort bekamen wir die Info, wir sollen uns an (besagtem) Ticketschalter ein Busticket holen. Aha ...! Ihr könnt euch vorstellen, wir waren verwirrt. Erneutes nachfragen am Ticketschalter ergab: Keine Busse. Erneutes Nachfragen an der Information ergab: Ach so, dann halt Taxi. Es blieb verwirrend. Erstmal raus aus dem Flughafen. Lange Rede, kurzer Sinn: Am 1. Mai fahren in Pisa einfach mal gar keine Busse. Es gab dann zum Glück doch einen Shuttlebus zum Hauptbahnhof von Pisa (den wir durch Zufall entdeckten), den Rest des Weges zu unserem Hostel mussten wir dann aber zu Fuß bestreiten. So konnten wir aber immerhin schonmal ein bisschen was von der Stadt sehen :)!

 


 

Nachdem wir im Hostel angekommen waren verließ uns dann aber zum Glück das Chaos wieder und der Rest der Reise verlief absolut problemlos. Unser Hostel hat uns sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war total familiär und freundlich. Wer also mal nach Pisa kommt und kein Problem hat in Hostels zu übernachten, dem können wir diese kleine, familiäre Unterkunft nur empfehlen.

Hostel Pisa Tower
Via Piave no. 4
56123 Pisa

Da wir direkt neben dem schiefen Turm von Pisa wohnten, ging es natürlich gleich los zum Sightseeing. Wenn man etwas in Pisa gesehen haben muss, dann natürlich den Turm. Von dem kann man allerdings ziemlich schlecht Fotos machen, da immer irgendwelche Menschen im Weg stehen, die den Turm festhalten möchten. Das sieht dann halt auch wirklich total bescheuert aus :)). Wie ihr auf den Fotos erkennen könnt, ist das ganze Ensemble aus Turm, Kathedrale und Baptisterium wirklich sehr schön. Unser Reisetipp: Setzt euch bei schönem Wetter einfach auf die große Wiese und genießt den Anblick. Fotos, auf dem man den schiefen Turm hält kann jeder, den Moment genießen ist unbezahlbar. Alle Gebäude auf dem Gelände kann man besichtigen, auf den Turm kann man sogar hochsteigen. Dafür braucht man lediglich ein Ticket, dass man sich ebenfalls auf dem Gelände kaufen kann. Wir haben diesen Teil des Sightseeings aufgrund des Zeitmangels mal ausgelassen und haben weiter die Stadt erkundet.



Pisa ist, und das wird jetzt wahrscheinlich keinen überraschen, ziemlich alt. Das verleiht der Stadt ein ganz besonderen Flair. Außerdem ist Pisa nicht besonders groß. Für mich wirkte die ganze Stadt, trotz der vielen Touristen, irgendwie total gemütlich und entspannt. Wie mein Mann immer so schön sagt: "Die Touristen verteilen sich gut!" Leider konnten wir natürlich nicht ganz Pisa erkunden und wir haben bestimmt viele tolle und besondere Orte verpasst. Trotzdem hat uns Pisa sehr gut gefallen und wir kommen gerne wieder. Manchmal braucht es auch gar nicht 5 unglaublich alte Sehenswürdigkeiten um sich in eine Stadt zu verlieben, mir reichten schon 5 Paare die auf einer Piazza im Stil der 20 Jahre tanzten. Ach, was war das schön. Ich hätte ihnen ewig zugucken können. Leider wartete am Flughafen aber unser Mietwagen auf uns. Also, ab ins Taxi (wir erinnern uns, am 1. Mai fahren ja keine Busse) und zurück zum Flughafen. Da dies unser erster Mietwagen war, will ich kurz von unseren Erfahrungen berichten. Buchung und Abwicklung sind absolut problemlos verlaufen. Auto (Dacia) war total in Ordnung. Wir waren begeistert. Mit dem Auto ging es dann Richtung Strand, genauer gesagt, nach Marina de Pisa. Mittlerweile knurrte uns ganz schön der Magen und wir machten uns dort auf die Suche nach einer Pizzeria, denn wenn man schon mal in Italien ist, dann muss man ja wohl auch Pizza essen. Durch Zufall stießen wir auf eine kleine, süße Pizzeria, in der unser Hunger dann mit echt italienischer Steinofenpizza gestillt wurde. Unser Reisetipp:

 Pizzeria "La Rustica" 
Via Maiorca, 98
Marina di Pisa, 
Pisa, Italien

 
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Auto nach Lucca, einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Wer mit dem Auto unterwegs ist und Lucca besuchen möchte, sollte außerhalb der Stadtmauern parken. Dort gibt es extra viele Parkplätze für Touristen. Die Straßen in der Stadt sind ziemlich eng, die Parkmöglichkeiten daher sehr eingeschränkt und außerdem sehr teuer. Lucca kann man sehr gut zu Fuß besichtigen. Es lohnt sich früh dort zu sein, denn gegen Mittag kommen viele Touristengruppen und in den engen Straßen wird es dann doch etwas ungemütlich. Alte Häuser und enge Gassen verleihen auch Lucca eine ganz eigene Atmosphäre. Auch hier haben wir uns das große Sightseeingprogramm gespart und haben uns einfach nur durch die Stadt treiben lassen. Zwischendurch wurde mal eine kleine Pause bei einem italienisches Eis, andere Süßigkeiten oder einem Café Latte eingeschoben. Auch hier konnten wir leider nicht alles sehen, aber die Stadt einen einen sehr guten ersten Einrduck hinterlassen.




Bevor wir dann wieder zum Flughafen mussten, machten wir noch einen kurzen Abstecher an den Strand, diesmal ging es nach Viareggio. Dort gibt es einen kilometerlangen Sandstrand mit Strandpromenade. In Lucca blieb uns die Sonne treu, auf dem Weg nach Viareggio begann es dann aber zu regnen. Daher keine Fotos vom Strandbesuch. Bei sonnigem Wetter stelle ich mir einen Besuch dort aber wunderbar vor. Trotzdem machten wir bei Nieselregen einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und wärmten uns dann in einem der vielen Strandrestaurants bei Pasta wieder auf.

Dann war unsere Zeit in Italien auch leider schon vorbei. Um 17 Uhr mussten wir den Mietwagen in Pisa wieder abgeben, um 19 Uhr ging es mit dem Flugzeug Richtung Marokko.
Pisa und seine Umgebung hat uns sehr, sehr gut gefallen. Die Menschen, denen wir begegnet sind waren alle unglaublich herzlich, hilfsbereit und freundlich. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen!

Unsere Reisetipps:
  1. Hostel "Pisa Tower", kleines, gemütliches Hostel, in zentraler Lage
  2. auf der Piazza del Duoma den Moment genießen
  3. Pizzaria "La Rustica" in Marina de Pisa
  4. Lucca und Viareggio besuchen
  5. mit einem eigenen Wagen bzw. Mietwagen ist man in der Toskana gut beraten
  6. durch die alten Städtchen bummeln und den Moment genießen
Mittlerweile waren wir auch ein zweites Mal in der Toskana: Wir haben nämlich unseren Sommerurlaub dort verbracht! I am so in love! Ihr könnt euch also auf einen weitere, ausführliche Reisebrichte aus der Toskana freuen! Den besonderen Reisebericht über das unglaubliche Erlebnis eine marokkanische Hochzeit besuchen zu dürfen findet ihr hier!

To be continued ... 

Liebste Grüße
Eure Katie

Schokoladige Schokoladenmuffins

Heute muss ich euch ein Geständnis machen: Ich bin ein Schokoholic. Im Sommer ist es das Schokoeis, im Winter gibt es heiße Schokolade. Ansonsten komme ich aber auch an Schokokuchen, Schokopudding, Schokoriegel oder Schokokeksen nicht vorbei. Bevor ich in den Urlaub nach Marokko geflogen bin, habe ich für euch ein Rezept für Schokomuffins ausprobiert. Hier findet ihr das Originalrezept. Bisher habe ich vergeblich nach einem guten Schokomuffinrezept gesucht - entweder waren die Muffins zu trocken oder nicht schokoladig genug. Mit diesem Rezept wurde aber alles anders. Und da ich sowas von begeistert von diesen super schokoladigen Schokomuffins bin, möchte ich das Rezept gerne mit euch teilen!





Zutaten für 12 Muffins

250 g Mehl
150 g Zucker
2 EL Kakaopulver (gehäuft)
2 TL Backpulver (gestrichen)
0,5 TL Natron
150 ml  Milch
90 ml Öl
1 Ei
150 g Schokotropfen (mein Tipp: Chocolate Chunks von Ruf)




Zubereitung

Bevor du mit dem Backen beginnst, heizt du den Backofen auf 150 Grad (Umluft) vor. Das Muffinblech legst du mit Förmchen deiner Wahl aus.

Dann rührst du den Zucker und das Ei etwa 2 Minuten schaumig. Anschließend gibst du Öl, Mehl (gesiebt), Backpulver, Natron, Kakaopulver (gesiebt) und Milch dazu und verrührst alles zu einem glatten Teig. Anschließend hebst du die Hälfte der Schokotropfen unter den Teig. Fülle nun den Teig in die Muffinförmchen und verteile die restlichen Schokotropfen auf dem Teig. 

Die Muffins müssen jetzt 20 Minuten in den Backofen. Lass die Muffins nach der Backzeit noch etwa 5 Minuten bei geöffneter Backofentür ruhen. Nimm dann die Form aus dem Backofen und lass die Muffins auf einem Backgitter auskühlen. 
Am Besten und Schokoladigsten schmecken die Schokomuffins aber warm, deshalb haltet euch mit dem Naschen nicht zurück.



 

Muffinförmchen: Hema
Geschirrhandtuch: Karstadt

Das Rezept eigenet sich übrigens fantastisch für einen Backnachmittag mit Kindern! Wer nicht so auf Schokolade steht, findet hier leckere Bananenmuffins!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebste Grüße
Eure Katie