Rhabarber-Marzipan-Kuchen

Es ist wieder Rhabarber-Zeit und Mr. Rhabarber hat mir einen Besuch abgestattet. Beim Einkaufen hat er sich in meinen Korb geschlichen und daheim war ich dann erstmal ziemlich ratlos, was wir beide miteinander anfangen sollten. Den ich muss gestehen, bisher hatte ich noch niemals nie etwas mit Rhabarber gekocht oder gebacken. Nun, wir beide beäugten uns ein wenig kritisch, aber ich ging frischen Mutes ans Werk und durchsuchte das schlaue Internet nach guten Ideen. Mr. Rhabarber schaute mir argwöhnisch über die Schulter, war aber mit den meisten Ideen, die auf meiner Liste landeten zufrieden.

Nachdem mir mein Freund Mr. Rhabarber seine heimliche Liebe zu Miss Erdbeere gestanden hatte, probierte ich gleich mal den Erdbeer-Rhabarber-Kuchen von Maras Wunderland aus. Fotos dazu könnt ihr auf meiner facebook-Seite finden. Der Kuchen war obergenial lecker und hat es auf meine Lieblingskuchenliste geschafft - doch es war immer noch Rhabarber übrig und der wollte auch noch verarbeitet werden. Den letzten Wunsch von Mr. Rhabarber, eine Verarbredung mit Miss Marzipan, konnte ich ihm nicht abschlagen und so rührte ich in der neuen Küche einen Rhabarber-Marzipan-Kuchen zusammen. Das Ergebnis war ebenfalls ein Knaller! Mr. Rhabarber ist ganz schön vielseitig und lässt sich wunderbar kombinieren - er hat sich nicht das letzte Mal in meine Küche geschlichen!
 

Zutaten für eine Kastenform

100 g Marzipanrohmasse
500 g Rhabarber
200 g Butter
2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
200 g Zucker
4 Eier
275 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
100 g Vollmilch-Joghurt


Zubereitung

Bevor du beginnst, fettest du natürlich die Form gut ein und heizt den Backofen auf 150 Grad (Umfluf) vor. Alternativ kannst du auch Backpapier in die Form legen, dann bekommst du den Kuchen definitiv einfacher wieder raus. Zur Vorbereitung musst du das Marzipan raspeln und den Rhabarber waschen und schräg in etwa 1 cm große Stücke schneiden.

Als nächstes verrührst du Butter, Vanillezucker, Marzipan und Zucker zu einem Teig. Dann rührst du jedes Ei einzeln unter (jedes Ei ca. 30 Sekunden). Im nächsten Schritt mischst du Mehl, Mandeln und Backpulver und gibst die Mischung abwechselnd mit dem Joghurt zum Teig.
Am Ende gibst, bis auf 2 EL, die Rhabarberstücke dazu.
Fülle den Teig anschließend in die Kastenform (25 cm Länge, 10 cm Breite) und verteile den restlichen Rhabarber darauf.
Der Kuchen muss 1 - 1,5 Std. im Backofen verweilen. Am Ende musst du gut aufpassen, dass er oben nicht verbrennt. Zum Schutz kannst du Alufolie über den Kuchen legen.

Wenn die berühmte Stäbchenprobe dir anzeigt, dass der Kuchen fertig ist (es bleibt also kein Teig mehr am Stäbchen hängen), kannst du ihn aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen. Nach etwa 15 - 20 Minuten kannst du ihn, nachdem du ihn vom Rand gelöst hast, aus der Form stürzen.
Mit ein bisschen Puderzucker dekorieren und ab auf die Kaffeetafel mit dem leckeren Rhabarber-Marzipan-Kuchen.





Hier und hier gibt es auch noch Lieblingskuchen mit Obst!

Was ist euer liebstes Rezept mit Rhabarber? Verratet ihr es mir? 

Liebste Grüße 
Eure Katie

Gesunde Brötchen für den Frühstückstisch

Die (Winter)pause ist vorbei und bei eatloveandlive geht es endlich weiter. Und das nicht irgendwie, sondern vorallem gesund. Wer nutzt nicht das neue Jahr für den ein oder anderen guten Vorsatz - alles soll besser werden, oder zumindestens die Figur, die Gesundheit und/ oder das Organisationstalent.
Auch ich gehöre zu denjenigen, bei denen das neue Jahr als Ausrede für die Umstellung des Lebenswandels herhalten muss. Obwohl ja eigentlich jede neue Woche genau so einen neuen Anfang für ein gesünderes Lebens bietet wie ein Jahreswechsel. Deshalb lebe ich jetzt von Woche zu Woche. Hat es eine Woche mal nicht geklappt, nicht schlimm, nächste Woche kann man es ja besser machen. Jetzt muss ich wenigstens nicht mehr 365 Tage warten um etwas für meine Gesundheit tun zu können. Gut, ich ertappe mich immer öfter dabei, wie ich mir eine Ausrede nach der anderen ausdenke, warum ich HEUTE mal keinen Sport machen kann und warum es heute GANZ schlecht ist gesund zu essen - natürlich fällt mir da mehr als genug ein. Ihr kennt das wahrscheinlich selbst. ABER nichtsdestotrotz bleibe ich dran und gebe nicht auf. Und so schlimm wie mein Innererschweinehund immer sagt, ist es gar nicht, das gesund essen/ leben. Schmeckt sogar ziemlich gut. Das ein oder andere Rezept habe ich schon ausprobiert und es lässt sich wunderbar in mein sonst so ungesundes Leben einschieben - besser als nichts. Wie haltet ihr das so mit der gesunden Ernährung? Habt ihr diesbezüglich auch gute Vorsätze?



Heute habe ich ein ziemlich leckeres und noch dazu gesundes Rezept für euch. Es stammt aus dem Kochbuch von Jamie Oliver Jamies Supefood für jeden Tag. Das Buch macht richtig Spaß und auch wenn die ein oder andere Zutat dabei ist, von der ich noch niemals zuvor etwas gehört habe, ich probier das Rezept aus und lerne so neue Lebensmittel (und auch neue Geschäfte) kennen. Ich spüre förmlich, wie mein Körper sich fragt: "Huch, was ist denn da los? Was isst die denn da plötzlich für komisches Zeug? Ach, mmh, gar nicht so schlecht, tut mir richtig gut."
Tja, aber nur dass wir uns jetzt nicht missverstehen, hier wird nicht jeden Tag gesund und ausgewogen gekocht! Oft genug schafft es hier auch noch ein Cupcake/ Kuchen oder Pizza auf den Tisch. Und das ist auch gut so. Ein ausgewogener Mittelweg scheint für uns hier der beste Weg.
Jetzt aber zum Rezept. Aus dem ursprünglichen Roggen-Natronbrot wurden bei mir Brötchen. Die habe ich einfach viel lieber als Brot.


Zutaten 
für 6 - 8 Brötchen

250 g Vollkornmehl
100 g Roggenmehl
50 g Haferflocken
1 TL Speisenatron
1 großes Ei
300 g Buttermilch/ oder Joghurt
1 EL Körnermischung


Zubereitung

Bevor du beginnst, heizt du den Backofen auf 190 Grad vor. 
Dann kannst du die Mehlsorten, Haferflocken, Natron und einen gestrichenen TL Meersalz in eine Schüssel geben und gut durchmischen. 
Das Ei verquirlst du mit der Buttermilch/ oder dem Joghurt in einer zweiten Schüssel. Anschließend rührst du die Eimischung mit der Gabel unter die Mehlmischung. Sobald der Teig fester wird, kannst du ihn mit bemehlten Händen durchkneten und die Körnermischung dazugeben. 

Aus dem fertigen Teig formst du nun etwa 5 - 6 cm große Kugeln. In die Oberfläche der Brötchen kannst du etwa 5 mm tief ein Kreuz oder einen Stern ritzen - alternativ kannst du die Brötchen auch leicht mit Wasser bepinseln und dann mit einer Körnermischung bestreuen. 
Dann legst du sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebst sie für 35 - 40 Minuten in den Backofen. 

Sobald die Brötchen fertig sind, das heißt, die Kruste schön knusprig ist, holst du sie aus dem Backofen und lässt sie auf einem Kuchengitter auskühlen.


Mein Tipp: Ich habe die Brötchen sowohl mit Buttermilch, als auch mit Joghurt gemacht und fand beide Varianten sehr lecker. Allerdings würde ich in der Zukunft eher zum Joghurt greifen, da mir der Teig bei dieser Version saftiger schien. Mir persönlich haben die Brötchen gerade frisch aus dem Ofen und noch warm, mit etwas Butter am Besten geschmeckt. 


Und was erfindet euer Innererschweinehund eigentlich immer so für Ausreden, wenn es ums gesunde Essen und Leben geht? Und ist er auch so hartnäckig wie meiner? Da würde ich mich über einen Kommentar von euch freuen! 
Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts! Lasst es euch schmecken! 

Liebste Grüße
Eure Katie